Онтолошки доказ за постојање апсолута

Бранислав Петронијевић

Година XIX (ХХХIV) 1975, 29-52

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Dr. Bransilav Petronijevic
DER ONTQLOGISCHE BEWEIS FÜR DAS DASEIN DES ABSOLUTEN
(Versuch einer Neubergründung mit besonderer Rücksicht auf das erkenntnistheoretische Grundproblem), Leipzig 1897.

Zusammenfasung: Petronijevic versucht hier eine »Neubegründung« dieses alten und bedeutenden Problems, 'desjenigen der Möglichkeit des denkenden Beweises für die Existenz des Absoluten. Die Lösung glaubt er auf rein spekulativem Wege zu erlangen: »aus reinen Begriffen ohne jede Beziehung auf ein Erfahrungssein«. Er geht aus von der Voraussetzung, dass unser Denken sich in Beziehung setzt zum Seienden, und zweitens, dass im ihm die Formel dafür zu finden ist. Unsere Seelenruhe hängt davon ab, ob wir das Sein erkennen können oder nicht.
Unser Denken, führt Petronijević aus, ist nicht begrentzt auf die Enkeontnis der Erfahrungsgegenstände. Wir haben erkennende Beziehung zum .Seim selbst, was schon die rein logische Analyse des Denkens aufwaist. Die Grundformen des Denkens, die Unkategorien sind Position und Negation. Das sind zwei Grundgesetze des Denkens die nicht zu leugnen sind. Dieses bedeutet zur gleichen Zeit die Ungültigkeit des absoluten und relativen -Skeptismus. Der Skpetizsmus ist überhaupt ein circulus vitiosus: er negiert die objektive Geltung der Denkfhnmen, wobei er die objektive Geltung der eigenen Behauptung voraussetzt. Ähnlich steht es mit dem kritischen Rationalismus, da er den logischen Formen nur sub jektive Auffassungsweisen anerkennt. Diese Denkrichtung setzt voraus, dass das Sein entweder formlos und deswegen der logischen Erkenntnis unzugänglich ,isrt, oder dass es in Formen geartet ist die unseren Exikenmtnisfarmen fern liegen. Beides ist aber unrichtig.
Es blebit also, meint weiter Petronijevic, den Denkformen objektive Geltung anzuerkennen. In seiner Sipäter erschienenen Erkenntnis lehre reicht Petronijevic Beweis, dass schon in unserer Erfahrung aMgememgültige Erkenntnisse Vorkommen, woraus sich schUessen lässt, dass das absolute Sein erkennbar äst.
Das absolute Sein ist also 'dem logischen Denken zugängig. »Das Denknotwendige äst seinsnotwendäg«. Das absolute Etwas negieren zu wollen hiesse etwas unmögliches zu untezrehmen. Denn, die Negation des Absoluten heipt sein Anerkennen, seine Existenz bejahen. So 'kommt Peräromjevie, zum Schluss »dass das absolute Wesen als unafhebbare Position notwendigerweise existieren muss«. Es besteht also die Möglichkeit das reine Sein auf logischen Wege zu erschliessen. Die Negation hat, dagegen, nur formale Bedeutung und ist ohne irgendwelche logisch-reale Berechtigung. Das absolute Nichts setzt die Existenz des absoluten Seins voraus. Dadurch ist die Existenz des Absoluten logisch bewiesen.